Samstag, 11. Juli 2015
Heute Nacht
Heut Nacht, wenn so wunderbunt der Farn sich entrollt,
Heute Nacht, wenn der Hausgeist nach Hause sich trollt,
Nördlich Sturm geballt, Wind von Westen kalt,
Also winkt mit der Hand mir die Zauberin bald.
Wie die Mauser in der Tasche wart ich auf ein Wunder,
Wie im Netz die Spinne lauert,
Wie ein Baum in Ödnis kauert,
Wie der schwarze Fuchs im Bau darunter.

Sei mir Schattenkontur, knarr wie Dielen im Flur,
Bunter Sonntag, mein Gottesbild, Birkensaft, der quillt,
Klingel, die da schrillt, mein verbogener Degen.
Ich lache und weiß ja, du bist der Wind,
Der mir entgegenweht;
Ich kämpfe um Dich, solang ich es noch bin,
Der durch die Träume dir geht.

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