Montag, 10. August 2015
Lebendes Bild
Zwei Skribenten mit zu großer Neese
Sitzen vor der Wand aus gelben Taft;
Und Sie sorgen sich um die Synthese
Der Kultur und um die Jungfernschaft.

Denn der Teufel schreitet durch die Mitte
Und ist gänzlich ohne inneren Halt.
Feurig federn seine langen Schritte,
Schwarz und wechselnd ist er von Gestalt.

Und er wedelt mit dem schlangenhaften Schweife;
Denn er hat mit einer Maus gehurt,
Und im Vordergrund raucht schon die Pfeife
Seine neugeborne Mißgeburt.




Jakob van Hoddis
"Weltende"
Gedichte
Arche

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Wen trifft die Schuld?
Wen trifft die Schuld, dass deine Kraft,
Die Dich gen Himmel trug, erschlafft,
Dass du nicht findest, was du suchst,
Und das Gefundene verfluchst?
Und wer ist schuld, dass Tag für Tag
Gelenkt vom fremden Stundenschlag
Das Leben fließt aus dir heraus
Und öd und einsam wird dein Haus?
Der Ton verstummt, das Licht wird fahl,
Und jedes Mal kommt neue Qual,
Und wenn dein Schmerz allmählich nachlässt -
Ist das nächste Unglück nicht mehr weit.

Wen trifft die Schuld und woran liegt,
Dass der betrügt und der nichts kriegt?
Der ist verliebt und der betrübt,
Der ist ein Narr, der bringt Gefahr.
Und wer ist Schuld, dass jedes Jahr
Dein Leben nicht alles Warten war?
Der Tag ist schwer, die Nacht ist leer,
Und warme Plätzchen gibt`s nicht mehr ...
Der Ton verstummt, das Licht wird fahl,
Und jedes Mal kommt neue Qual,
Und wenn dein Schmerz allmählich nachlässt -
Ist das nächste Unglück nicht mehr weit.

Wen trifft die Schuld, dass weit und breit
Kein Glück gedeiht und auch kein Leid,
Kein Sieg und keine Niederlage,
Erfolg und Scheitern sind in Waage,
Und wem ist wohl die Schuld zu geben,
Dass du allein bist und dein Leben
So trostlos ist und nur besteht
Aus Zeit - bis es zu Ende geht ...



Sergei Wassiljewitsch Lukjanenko
Zitat aus dem Roman " Wächter der Nacht "

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Die Welt ist zu Klein
Die Welt ist zu klein
Die Hand ist ausgestreckt,
der Schritt vergangen
Glück, keiner weiss woher
Ist es der Tod?
Löscht er mich leer in seinem Kleinkram
Such mich nicht
Lerne dem Wunder zu vertrauen
Ist es Ebola?
Baby don´t heart me
Weil ick hab da ne Blockade gehabt
Egal – jetzt wird es allgegenwärtig
Schöpfe aus der Kraft,
schöpfe aus der Erinnerung
Zöpfe, subjektiv geflochten,
kriegen große Augen
Kleiner Mund
Die Suche der Wahrheit ist nämlich,
dass das Innere immer weiblich ist
Männlich wird nicht weich
und die Kraft
und die Herrlichkeit,
in Ewigkeit
Die Sicht und der Einblick ist was zählt
Rauch,
ein Baum, ein Ritual
Der Apfel der Erkenntnis
Eva macht die Musen klar
Alle heißen Feger
Schnelle Schlitten
Die verzweigten Probleme
Es hilft die Therapie
Oh Königin Thera
Komm mit mir mit, zum Picknick,
Hydra und Medusa, warten schon im Park
und haben Salat dabei
Aus Angst und Schrecken,
muss ich entdecken,
jedoch darf man nicht erschrecken
Die Heuschrecken,
der Stopper, die Zecken
Zwischen dir und mir tobt die Tollwut
Bitte weiter fahren,
Verfolgung, verfolgen
„Hilfe“ oder ist es wahr?
Wo fliegt das Engelchen ohne Prothese hin?
Nach nirgends hin,
ist viel zu nassEngelchen schwimm !
Flügelchen tauch!
Der schmale Fluss ist es, der verbindet
Es ist der schmale Pfad
Das kreuz, die Verwandlung, Buße,
Ehre – Ehrgeiz
Erektion im Hintertreffen,
unterste Kajüte, unverzeihlich
- zeitlich
Ich geh dir auf den Leim,
zukünftlich, quatsch, später, also danch,
prä-Zukunft,
Postpubertät und blindes Streben
Wie es typisch ist,
bei Gurken und Tomaten
Schach Matt
Die Dame, der König
„Ich bin stolz wie Oscar“und das ist gut so!
vergiss den Flughafen,
sei nicht spezifisch,
Fuzzy, küss dass Geld weg,
Haus weg
jetzt doch kein Impfstoff?
Ach echt?
Hopsassala
Der Weg war das Ziel




Ein Kettengedicht von Stichworten aus meiner Astrologischen Beratung.

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