Sonntag, 24. Mai 2015
Die Ausrottung der Wandertaube (Ectopistes migratorius) ca. 1900
fun-tom, 15:17h
"Tag und Nacht ging das grässliche Geschäft weiter.
Überall lag
Vogeleim und bedeckte in einer dicken Schicht den Boden.
Töpfe, in denen Schwefel verbrannt wurde, spien an verschiedenen
Stellen ihre tödlichen Dämpfe aus, an denen die Vögel
erstickten. Erdgeister in menschlicher Gestalt, die alte, zerlumpte
Kleider anhatten, deren Kopf mit grober Leinwand
bedeckt war und die an den Füßen alte Schuhe oder Gummistiefel
trugen, gingen mit Stöcken und Keulen herum und
schlugen die Vogelnester herunter, während andere Bäume
fällten und die überladenen Äste abbrachen, um die Jungvögel einzusammeln."
Außer dem, was sie sah und roch, waren ihr auch noch Geräusche im Gedächtnis geblieben:
"Schweine kamen zu dem Nistplatz, um sich an den heruntergefallenen Vögeln
zu mästen, und ergänzten den allgemeinen Lärm durch ihr Quieken, wenn jemand
auf sie trat oder sie mit einem Tritt aus dem Weg beförderte, während die
hohen gackernden Töne der angstvollen Tauben, die ein bißchen
heiser und verhalten klangen, als wären sie außer Atem,
zu einem seltsamen Tosen zusammenflossen, das keinem bekannten
Geräusch glich und an die zwei Kilometer weit zu hören war."
Das war der Gesang der in Todeszucken liegenden Spezies
E. migratorius. Wilson fügte hinzu:
"Von den unzähligen Tausenden zermalmter, totgeschlagener,
heruntergefallener Vögel konnten nur vergleichsweise wenige aufgelesen
werden, und doch wurden in fast ununterbrochener Folge
Wagenladungen aus dem Nistplatz herausgefahren,
während der Boden immer noch mit lebenden, sterbenden,
toten und verwesenden Vögeln bedeckt war."
"Der Gesang des Dodo"
Überall lag
Vogeleim und bedeckte in einer dicken Schicht den Boden.
Töpfe, in denen Schwefel verbrannt wurde, spien an verschiedenen
Stellen ihre tödlichen Dämpfe aus, an denen die Vögel
erstickten. Erdgeister in menschlicher Gestalt, die alte, zerlumpte
Kleider anhatten, deren Kopf mit grober Leinwand
bedeckt war und die an den Füßen alte Schuhe oder Gummistiefel
trugen, gingen mit Stöcken und Keulen herum und
schlugen die Vogelnester herunter, während andere Bäume
fällten und die überladenen Äste abbrachen, um die Jungvögel einzusammeln."
Außer dem, was sie sah und roch, waren ihr auch noch Geräusche im Gedächtnis geblieben:
"Schweine kamen zu dem Nistplatz, um sich an den heruntergefallenen Vögeln
zu mästen, und ergänzten den allgemeinen Lärm durch ihr Quieken, wenn jemand
auf sie trat oder sie mit einem Tritt aus dem Weg beförderte, während die
hohen gackernden Töne der angstvollen Tauben, die ein bißchen
heiser und verhalten klangen, als wären sie außer Atem,
zu einem seltsamen Tosen zusammenflossen, das keinem bekannten
Geräusch glich und an die zwei Kilometer weit zu hören war."
Das war der Gesang der in Todeszucken liegenden Spezies
E. migratorius. Wilson fügte hinzu:
"Von den unzähligen Tausenden zermalmter, totgeschlagener,
heruntergefallener Vögel konnten nur vergleichsweise wenige aufgelesen
werden, und doch wurden in fast ununterbrochener Folge
Wagenladungen aus dem Nistplatz herausgefahren,
während der Boden immer noch mit lebenden, sterbenden,
toten und verwesenden Vögeln bedeckt war."
"Der Gesang des Dodo"
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